„Advent, Advent – es brennt!“

Unter dem Motto „Advent, Advent – es brennt!“ steht in diesem Jahr der bundesweite

„Tag des brandverletzten Kindes“

am 7.Dezember.

Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit kommt es häufig zu Unfällen mit Kerzen, heißen Flüssigkeiten und heißen Flächen. Der „Tag des brandverletzten Kindes“ klärt auf, wie man Kinder vor Verbrennungen und Verbrühungen schützen kann.

Für eine sichere Weihnachtszeit gibt Paulinchen e.V. folgende Tipps zum Schutz:

  • Kinder nie mit offenem Feuer oder brennenden Kerzen alleine lassen
  • Streichhölzer und Feuerzeuge für Kinder unerreichbar aufbewahren
  • Kerzen auf eine standfeste, nicht brennbare Unterlage stellen und einen Sicherheitsabstand zu brennbaren Materialien wie Vorhänge etc. einhalten.
  • Kerzen rechtzeitig auswechseln, bevor diese ganz runtergebrannt sind.
  • Kerzen immer löschen, wenn man den Raum verlässt.
  • LED-Kerzen als sichere Alternative nutzen.
  • Den Weihnachtsbaum in einen möglichst schweren, mit Wasser gefüllten Ständer stellen und höhe Bäume zusätzlich festbinden, damit sie nicht umfallen können!
  • Für den Weihnachtsbaum geprüfte LED-Lichterketten oder LED-Kerzen nutzen (z.Bspl. mit dem VDE-GS-Zeichen)
  • Wunderkerzen gehören nicht in Kinderhände
  • Kinder von heißen Flächen wie Kamin- oder Backofentür fernhalten, heiße Kaminofenscheiben absichern.
  • Nichts Heißes trinken, z.Bspl. Glühwein/Tee, während ein Kind auf dem Arm oder Schoß ist.
  • Heiße Flüssigkeiten nie zu nah an den Rand von Tisch- und Arbeitsplatte oder auf dem Boden abstellen.
  • Auf herabhängende Tischdecken verzichten. Kinder könnten sich daran hochziehen.
  • Rauchmelder retten Leben – die Wohnung/das Haus mit Rauchmeldern sichern.
  • Kinder sollten im Falles eine Brandes Fluchtwege kennen
  • Einen Brand nur dann löschen, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist. Ansonsten Türen schließen und die Wohnung mit allen Familienmitgliedern verlassen. Bei einem Brand immer die Feuerwehr alarmieren –Notruf 112!

„Wir sehen um Weihnachten herum in den Spezialklinken gehäuft Kinder mit Verbrennungen und Verbrühungen. Die Kleinen erleiden durch umgekippte Tassen Tee oder Glühwein Verbrühungen, verbrennen sich die Finger an der Adventskerze oder fassen mit der Hand auf das heiße Backblech oder an die Kaminofenscheibe“, erläutert Dr. Kay Großer, Vorstandsvorsitzender des Arbeitskreises „Das schwerbrandverletzte Kind“ und Chefarzt der Kinderchirurgie sowie Leiter des Zentrums für schwerbrandverletzte Kinder am Klinikum Kassel. „Ganz wichtig ist bei Verbrennungen, eingebrannte Kleidung nicht zu entfernen, wohingegen man bei Verbrühungen die durchnässte Kleidung sofort ausziehen sollte, einschließlich der Windel. Die verletzten Stellen sollten mit handwarmen Wasser für ca. 15 Minuten gekühlt werden. Ein Kind muss nach einer Brandverletzung immer einem Arzt vorgestellt werden, bei schweren Verletzungen muss man sofort den Notarzt mit 112 rufen.“