Bombenentschärfung in Germersheim

Zur Nachbarschaftshilfe mussten wir gegen Abend nach Germersheim ausrücken.
Aufgrund einer Sonderlage, eine Nebelbombe, die weißen Phosphor enthält, wurde bei Bauarbeiten in der Mitte von Germersheim beschädigt und konnte nur vor Ort durch den Kampfmittelräumdienst gesprengt werden, wurden zur Evakuierung von rund 2000 Menschen und eines Krankenhauses umfangreich Einsatzkräfte aller Hilfsorganisationen benötigt.
Da absehbar war, dass der Einsatz über mehrere Stunden ging, forderte die Einsatzleitung unsere Schnelleinsatzgruppe Verpflegung (SEG-V) zur Versorgung der Einsatzkräfte und der evakuierten Personen an. Die SEG-V kochte in der Feuerwache Speyer einen kräftigen Gemüseeintopf und verbrachte ihn zur Feuerwehr Germersheim.

Bei der geplanten Sprengung der Bombe wurde befürchtet, dass der in der Bombe enthaltene weiße Phosphor in Reaktion mit der feuchten Luft des Nebels und dem Wasserschleier, der über den Sprengort gelegt wurde, saure und ätzende Dämpfe bilden könnte.
Deshalb wurden drei Messfahrzeuge (je ein CBRN-Erkunder aus Ludwigshafen und Karlsruhe und ein GW-Mess aus Speyer) nach Germersheim beordert.
Wir bekamen den Auftrag, eine Messleitung zu bilden, die die Fahrzeuge nach der Sprengung zu Umweltmessungen koordiniert.
An speziellen Punkten wurden auch Messungen mittels pH-Papier (hiermit kann erkannt werden, ob eine Oberfläche sauer oder basisch ist) durch den Messtrupp Speyer durchgeführt.
Nach der Durchführung der Messungen und Bestätigung, dass keine Gefahr vorliegt, wurde durch die Einsatzleitung das evakuierte Gebiet wieder freigegeben.
Die Zusammenarbeit, auch grenzüberschreitend, hat wieder einmal bestens funktioniert.