Neue Fernmeldefahrzeuge für den Katastrophenschutz der Stadt Speyer

 

Am 24. Februar 2018 wurden von Oberbürgermeister Hansjörg Eger zwei neue Fernmeldefahrzeuge der Facheinheit Information und Kommunikation (IuK) des Katastrophenschutzes der Stadt Speyer offiziell übergeben.  Bei den Fahrzeugen handelt es sich um einen Fernmeldekraftwagen (FeKW) sowie einen Führungskraftwagen (FüKW). Die beiden neuen Fahrzeuge ersetzen insgesamt vier Katastrophenschutzfahrzeuge des Bundes aus den 80er Jahren.

Das Einsatzgebiet dieser Facheinheit und der Fahrzeuge ist die Bewältigung größerer Schadenslagen im IuK-Bereich. Dies umfasst Funk, Telefon und Datenverbindungen für die anderen Einheiten des Katastrophenschutzes wie die verschiedenen Schnelleinsatzgruppen und die Feuerwehr. Die Fahrzeuge wurden von der Facheinheit IuK entsprechend den speziellen Anforderung für die Stadt Speyer geplant und während des Baus betreut. Bereits vor der Übergabe fand eine intensive Einweisung des Personals durch den Hersteller statt.

Der FüKW ist eine mobile Führungsstelle mit Funk- Telefon und Datenverbindungen. Neben dem regulären BOS Behördenfunk  (analog und digital) stehen an zwei Arbeitsplätzen  Telefon und Fax über Mobilfunk zur Verfügung. Bei längerfristigen Einsätzen werden Telefon und Datenverbindung über das Festnetz oder wenn dieses, z.b. nach längeren Stromausfällen, nicht verfügbar ist über Satellit sichergestellt. Neben Einsätzen in Speyer ist das Fahrzeug auch für den überörtlichen Einsatz vorgesehen, beispielsweise zur Unterstützung der Einheiten des Hochwasserschutzes. Entsprechender Platz für Gepäck ist vorgesehen, eine weitere Besonderheit ist ein Klappmountainbike zur Erkundung und für Meldertätigkeiten. Das Fahrzeug ersetzt zwei Fahrzeuge des Bundes aus den Jahren 1978 und 1985.

 

Der Fernmeldekraftwagen verfügt über eine umfangreiche Ausstattung um Daten und Kommunikationsverbindungen zwischen einzelnen Führungsstellen aufzubauen und zu unterhalten. Bei längerfristigen Einsätzen ist hier der Einsatz von Feldkabel sinnvoll. Auf dem Fahrzeug sind 8 x 850m Feldkabel sowie umfangreiche Ausrüstung zum Leitungsbau verlastet. Ein Großteil dieser Ausrüstung wurde vom Vorgängerfahrzeug übernommen. Sie stammt aus den 80er Jahren ist aber dank der robusten militärischen Bauweise immer noch voll einsatzfähig. Gleiches gilt für die analogen und digitalen Feldtelefone, die unübertroffen robust und damit auch unter widrigsten Bedingungen einsatzfähig sind. Diese Ausrüstung wird regelmäßig bei Großveranstaltungen wie zum Beispiel Rheinland-Pfalz Tag genutzt. Weiterhin kommen verschieden Datenmodems zum Einsatz mit denen über Feldkabel Führungsstellen untereinander vernetzt werden. Dieses Fahrzeug ersetzt zwei Fahrzeuge aus den Jahren 1982 und 1986. Weiterer Platzbedarf wird über einen zukünftigen wirtschaftlichen Abrollbehälter gesichert.

Beide Fahrzeuge erlauben es dem Katastrophenschutz den geänderten Anforderungen des digitalen Zeitalters an Sprach- und vor allem Datenkommunikation gerecht zu werden.